Freitag, 5. Dezember 2003 • Nr. 285 • REG          (Regionale Rundschau/Weser-Kurier)

Velo-Paten für Uganda gesucht

Der Weyher ADFC finanziert drei Fahrräder für Bedürftige / Weitere Patenschaften geplant

Von unserer Redakteurin
Christina Denker

   Weyhe. Tausende von Kilometern trennen Deutschland von Ostafrika. Drum: Hierzulande ist es schwer vorstellbar, wie segensreich ein einfacher Drahtesel für die Menschen auf dem Schwarzen Kontinent sein kann. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) weiß es. Dessen Weyher Fraktion hat sich aus diesem Grund einer Fahrradpatenschaft, organisiert von der „Deutschen Jugendhilfe für Ostafrika", verschrieben.

   "Ob für Krankenschwestern und Hebammen, um Patienten in abgelegenen Dörfern aufzusuchen und sogar Kranke mit dem Fahrrad zu transportieren, für Bäuerinnen und Bauern um ihre Produkte zu den Märkten zu bringen oder für Schulkinder" - Club-Vorsitzender Rolf Kasper kennt sich aus. Drei Patenschaften will der Weyher Verein im afrikanischen Uganda übernehmen, um Personen, Gruppen oder auch Institutionen je ein für sie existenzielles Velo zu finanzieren. Weitere Investitionen seien in Planung. Eine Fahrradpatenschaft für ein komplettes Velo kostet 90 Euro. Die Einzelteile für den robusten Fahrradtyp kommen aus Indien und Afrika und werden vor Ort von Einheimischen montiert - das schafft Arbeits plätze. Wer ein Fahrrad spenden möchte, wendet sich an: Rolf Kasper unter der Telefonnummer 0421/892566. Übrigens, ver weist der Velo-Fan, „kann man auch Teilpatenschaften für 60 beziehungsweise 45 Euro übernehmen".

 

 

Für moderne Mitteleuropäer kaum vorstellbar: Es gibt noch große Gebiete auf unserem Globus, in denen schon ein Fahrrad als Fortbewegungsmittel eine Besonderheit ist - wie hier für eine Schülergruppe in Uganda.