Sonnabend, 24. Juli 2004 • Nr. 172         (Regionale Rundschau/Weser-Kurier)

Bunte Salatwerbung macht Radler blind und Autofahrer hilflos

ADFC beschwert sich: Großflächige Werbebotschaften bei McDonalds und am Brinkumer Kreisel entpuppen sich als Gefahrenquellen

Von unserem Redakteur
Robert Schuhmann

Stuhr-Brinkum. Salat mag gesund sein, die Werbung dafür hingegen kann zu Nebenwirkungen führen. So wie bei McDonald in Brinkum-Nord. Dort benutzen die Radler für beide Fahrtrichtungen einen Weg, doch versperren großflächige Transparente Radfahrern und Autofahrern gleichermaßen die Sicht. Der ADFC Stuhr, namentlich Christian Girschner und Christian Erlewein haben deshalb die Gemeinde angeschrieben, das Problem geschildert und um Abhilfe gebeten. Die Rathausadministration reagierte, sprach mit Verantwortlichen der Bulettenbraterei und teilte den Beschwerdeführern mit, McDonalds schneide die Büsche zurück und bringe das Werbebanner in der oberen Hälfte des Gestells an. Das war im Juni, aber gestern versperrte die Salatwerbung noch immer die Sicht, wie die Redaktion feststellte. Und nun?

Derweil nutzen "Stuhr Card" und "Glashaus" öffentliche Einrichtungen am Brinkumer Kreisel um für sich, ebenfalls mit Bannern, kräftig zu werben. Autofahrern aus Richtung Süden muss deshalb besondere Aufmerksamkeit abverlangt werden. Vor allem radelnde Kinder, die dort den Fußgängerüberweg nutzen, sind nur schwerlich auszumachen. Ob diese Werbeflächen genehmigt sind, vielleicht sogar ein paar Euro in die Gemeindekasse spülen, ist ungewiss. Gestern konnte darauf noch keine Antwort gegeben werden.

Dieser Radler hat Sicht, aber entgegenkommende Velobenutzer sehen dank Salatwerbung zu spät einbiegende Fahrzeuge auf der Straße.                   
                                       Fotos: Robert Schuhmann

 

Vor allem radelnde Kinder sind wegen der angebrachten Werbebanner am Brinkumer Kreisel schwer zu erkennen und deshalb besonders gefährdet.