
Wenn Du einen Radweg in Gegenrichtung befährst, dann wirst Du an Einmündungen ganz schnell mal umgenietet: die Autofahrer fahren häufig direkt bis zur Fahrbahn vor, ohne auf den bevorrechtigten Radverkehr zu achten.
Und wenn sie den Radverkehr überhaupt beachten, dann gucken sie erstmal nach links (also in der Skizze: nach unten). Bevor sie dann nach rechts gucken, haben sie selbst bei mäßiger Geschwindigkeit schon die Radwegefurt überfahren. Und wenn Du Pech hast, dann liegst Du mit Deinem Rad auf der Kühlerhaube.
Das Problem wird - wie in der Skizze - durch Sichthindernisse wie Hecken, Zäune oder Gebäudeecken verschärft, weil der Radfahrer den Autofahrer (und umgekehrt) erst sehr spät sieht.
Man braucht nur die Zeitung aufschlagen, um die Gefährlichkeit des Linksfahrens bestätigt zu finden:
"Regionale Rundschau"am 26. Sept. 98
Beide Mädchen sind Opfer der trügerischen 'Sicherheit' linker
Radwege geworden.
musst Du auch noch damit rechnen, Teilschuld zu bekommen:
Wenn Du verbotenerweise links gefahren bist, dann sowieso; aber selbst wenn Du erlaubt oder gezwungenermaßen links gefahren bist, zumal wenn Du zügig gefahren bist, wird Dir der Richter vorhalten, dass Du hättest wissen müssen, dass "linke" Radwege gefährlich sind: deshalb hättest Du gem. §1 StVO nur ganz langsam und allzeit bremsbereit an die Kreuzung heranfahren dürfen.
Also: fahre lieber auf der Fahrbahn.
In Weyhe wurden die "linken"
Radwege weitgehend aufgelöst
(Hauptstr., Leester Str.).
Ein Problem sind natürlich noch alle Straßen mit "Gehweg -- Radfahren
erlaubt": wenn's da kracht, dürfte
der Radfahrer aus Rechtssicht immer ziemlich alt aussehen. Der ADFC
Weyhe hält solche Ausschilderungen denn auch für unnütz, weil
