(Fortsetzung)
Vilnius (Wilna) bot einen Empfang geradezu wie bestellt, beim Einradeln auf einen Platz in der Altstadt sang ein litauischer Chor just in diesem Moment ein deutsches Volkslied.
Das war nur der erste überraschende Eindruck, denn bei herrlichem Pfingstwetter wimmelte die Stadt, anlässlich eines Volklorefestivals, nur so von singenden, musizierenden und tanzenden Trachtengruppen in den vielen idyllischen Gassen und auf den zahlreichen schmucken Plätzen. Ein großartiges Kulturerlebnis in der Hauptstadt, wo die Vilna in die Neris fließt, und die zwischen Tradition und Moderne bleibende Eindrücke hinterlässt.
- [1] - [2]
- [3] - [4]
- [5] - ![]()
Zahlreiche Kirchen unterschiedlicher Religionen bestimmen das Stadtbild. Berührt ist man hier auch von der tiefen Religiosität, welche vor allem in den wunderschönen russisch-orthodoxen Kirchen zu beobachten ist.
Diese tolle, putzsaubere Stadt, wie übrigens alle im
Baltikum, ist allemal einen längeren Aufenthalt wert.
Das Stadterlebnis in Wilna war natürlich in Litauen nicht mehr zu toppen, dafür führte der Weg weiter über Moletai und Rokiskis, zum Grenzübergang bei Subate, durch ganz beeindruckende Landschaften des Baltischen Hochlandes mit üppigen Wäldern und zahllosen urigen Seen am Rande des Aukstaitija-Naturparks, nahe der weißrussischen Grenze.
Die Grenzüberfahrt von Litauen nach Lettland erfolgte völlig problemlos, freundliche Grenzbeamte wünschten eine gute Weiterfahrt. In Richtung Daugavpils wird es zwar flacher, aber das Landschaftsbild bleibt weitgehend das gleiche.
Ganz anders jedoch die Straßen. Rauer, aufgerissener Asphalt mit zahlreichen Schlaglöchern. Insgesamt ist der Zustand der Straßen in Lettland schlechter als im Nachbarland. Abgesehen von der Oberflächenqualität konnte die Strecke aber zu etwa 95% auf asphaltierten Straßen zurückgelegt werden, dabei ganz überwiegend nur schwach von Kraftfahrzeugen frequentiert.